Waffenexporte

Wenn ich nur von Vegitarismus reden darf, wenn ich kein Fleisch esse, wie kann ich dann Waffenexporte gutheißen, wenn ich nicht töten kann oder will?
Wollt ihr das? Warum so verlogen? Warum dauernd wegschauen?

Wir sind immernoch Waffenexporteur Nr. 3.
Glückwunsch.

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Medien und Wahlen

Geehrter Leser,

der Wahlkampf geht ja wieder los. Und was eine Sendung wie der Satiregipfel wenn es um dieses Thema geht?
In den beiden Folgen die ich gestern gesehen habe, wurde die CDU als klarer Sieger der nächsten Wahl genannt. Ist das keine klare Manipulation? In der ersten (Februar 2013) wurden, völlig zurecht, Herr Steinbrück und die SPD als nicht wählbar hingestellt. In der zweiteren (März 2013) wurde Frau Merkel für ihre „Teflonbeschichtung“ gelobt, und es wurden Vergleiche zu Kohl gezogen.

Darf man einmal fragen, wieso eine Satiresendung in zwei aufeinander folgenden Sendungen Werbung für unsere stärste Partei macht? Könnte das etwa mit der Besetzung des Senderates zusammenhängen, indem über 50% CDU Poltiker sitzen? Und wir haben eine unabhängige Presse?

Ich wünsche ein schönes Wahljahr.

ps: Ein Blick auf den Störsender (www.stoersender.tv) kann hier nur ganz wärmstens empfohlen werden.

Umfrage

Zweierlei Maß

„Ein US-Gericht hat entschieden, dass Inhaber legal erworbener Musikdateien zwar deren Eigentümer sind, sie dürfen die Dateien aber nicht weiterverkaufen. “

Man stelle sich diese Regelung einmal bei Aktien oder sonstigen Finanzprodukten vor. Unvorstellbar! Dann würde ja keiner mehr Aktien kaufen.

Komisch, warum kaufen wir dann noch Musik?

Schönes Zitat

„Die Zurichtung des Individuums – des Selbst – für die kapitalistische Verwertung ist ein aktiver Prozess. Dieser Prozess wird in Strategiepapieren, etwa der Beratungsfirmen McKinsey und Bertelsmann, aber ebenso von einem ganzen Rattenschwanz von Instituten (teils universitär, teils außeruniversitär), Publizisten, Wissenschaftlern, EU Kommissionen, staatlichen wie halbstaatlichen Stellen formuliert, diskutiert und schlussendlich auf verschiedenen Ebenen umgesetzt.“ Detlef Hartmann

„Auch der Vergleich mit den angeblich goldenen Zwanziger Jahren ist historisch heikel, wenn man weiß, was dann folgte.“ :
http://www.heise.de/tp/artikel/38/38859/1.html

Krisen

Liebe Leser,

ich habe mal wieder einen Telepolisartikel über den ich sprechen möchte. Die so genannte Eurokrise ist ja spätestens seit letzter Woche wieder im vollen Gange. Natürlich ist dies auch ein Problem des Euros, wie einem der Name suggerieren mag, allerdings ist die gesammte Krise durch viel grundlegendere Probleme ausgelöst worden.
Diese werden in dem Telepolisartikel wunderschön erklärt. Ich werde versuchen den Artikel bzw. die Problematik hier einmal kurz zusammenzufassen. Das gesamte (Welt)Wirtschaftssystem ist auf Krediten aufgebaut. Die Zentralbanken leihen das Geld den „normalen“ Banken, und diese erzeugen daraus Kredite für ihre Kunden. Dabei müssen sie ja bekanntermaßen nur einen winizigen Teil dieser Kredite mit Bargeld absichern. Der Rest wird einfach so erzeugt. Das alleine ist eigentlich schon sehr riskant und nicht wünschenswert. Aber das ist nochmal ein anderes Problem. Das eigentliche Problem allerdings ist der Zins, der noch auf diese Kredite gezahlt werden soll. Woher soll dieses Geld kommen? Wir erinnern uns: Die Zentralbank hat 100 Einheiten auf den Markt geworfen, die Banken daraus 100.000 gemacht, und dazu wollen sie nun noch Zinsen haben, sagen wir 110.000. Woher soll das kommen?
Global gesehen kann das Ganze nicht funktionieren, oder nur so lange, wie die Zentralbank immer weiter Geld in das System einspeißt.

Der Artikel spricht solch grundlegende Probleme endlich einmal offen an. (Bis jetzt fand man diese Denkweise eher in Videos, wie Zeitgeist). Naja , offen. Der Telepolisleser ist wahrscheinlich noch eine leichte Rarität, es wird wohl leider noch einmal ein paar Jahre dauern, bis andere Medien auch so darüber schreiben werden.

Aber diese Debatte muss geführt werden. Ich möchte nicht in einem System leben, welches durch diese Mechanismen exponentielles Wachstum benötigt, und in dem ich einen Großteil meiner Arbeit für die Zinsen anderer Leuter verrichte.

Einen Lösungsansatz scheint Silvio Gesell ja schon in den 1920er Jahren geliefert zu haben. Dieser sollte noch einmal weiter diskutiert werden. Aber evtl. stehen die Zeichen ja doch ganz gut, wenn jetzt schon der IWF von Vollgeld redet.

In diesem Sinne möchte ich mit einem Zitat von Silvio Gesell schließen:

„Trotz des heiligen Versprechens der Völker, den Krieg für alle Zeiten zu ächten, trotz der Rufe der Millionen: »Nie wieder Krieg!«, entgegen all den Hoffnungen auf eine schöne Zukunft, muss ich sagen: Wenn das heutige Geldsystem, die Zinswirtschaft, beibehalten wird, so wage ich es, heute zu behaupten, dass es keine 25 Jahre dauern wird, bis wir vor einem neuen, noch furchtbareren Krieg stehen!“

(Das Zitat ist von ca. 1920)

Literatur:

http://www.heise.de/tp/artikel/38/38847/1.html